Die Tauben Plattform das Internet Forum für Taubenzüchter



Herzlich willkommen Stefan Wesemann in der Tauben-Plattform.

Online: 3 D.T.P Mitglieder und 7 Besucher.
#1

Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 13:13
von Hubert (gelöscht)
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Züchte schon über Jahre Tauben,werden auch Regelmäßig geimpft.Habe 2013 sehr gute Befruchtung, jedoch ist der Schlupftag
auch der Todestag. Bruttage sind auch hier anstatt 17 Tage, bis zu 21 Tage möglich. Bekommt hier das Brutei schon was ab ???
Weder eine Kotuntersuchung noch eine Wurmkur waren bisher Hilfreich. Habe so etwas noch nie gehabt.

90 % Befruchtung ---- Jedoch nur 10 Jungtiere ( Rest nicht aus dem Ei )


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#2

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 14:30
von paloma | 328 Beiträge

Hallo Hubert, das ist ja wirklich Rätselhaft!
Das Problem muss doch gelöst werden können...
Hast Du auch auf auf Salmonellen untersuchen lassen?
Wie hälst Du Deine Tauben?
Lg Paloma



zuletzt bearbeitet 14.06.2013 14:30 | nach oben springen

#3

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 14:35
von Flanders | 4 x Bild der Woche | 814 Beiträge

Hast du mal geschaut ob deine Tiere vielleicht Leuse oder ähnliches haben?

Das könnte eventuell auch ein Grund sein. Irgendwie so was habe ich glaube schon mal gehört.

Gruß Albert


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#4

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 14:39
von Kelebek | 321 Beiträge

Wie sieht es mit Inzuchtdepression aus....???
Sind die Tauben sehr eng miteinander verwand...???

Was wurde bei der Kotuntersuchung getestet....evtl.auch auf Streptococcen...???
Schon mal über Kloakenabstriche und Bluttest nachgedacht...???

Grüsse aus dem Rheinland


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#5

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 14:39
von Hubert (gelöscht)
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Hallo Paloma
Tiere sind gegen Salomenllen und Paramyxo geimpft,
Salmonellen haben verschiedene Auswirkungen, auch
was die Befruchtung anbelangt. Hier habe ich jedoch keine
Anzeichen für. Rassetauben in Voliere, Brieftauben im
Freiflug, wo das Problem auch aufgetaucht ist.
Jedoch hat es sich hier inzwischen gebessert.

Gruß Hubert


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#6

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 16:40
von Theo | 45 x Bild der Woche | 597 Beiträge

Hallo,
hast Du eventuell an der Schlaganlage mit Holzschutzlasur gearbeitet?
Es könnte auch eine Vergiftung für das Desaster verantwortlich sein!
Schau mal hier: Klick

Gruß, Heinz


Unmenschen gibt es, aber keine Untiere.

( Karl Julius Weber )
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#7

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 16:53
von Theo | 45 x Bild der Woche | 597 Beiträge

Sorry, ich sehe jetzt erst, dass der Tierarzt gefragt wurde!


Unmenschen gibt es, aber keine Untiere.

( Karl Julius Weber )
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#8

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 14.06.2013 17:54
von Mardy | Bild der Woche | 1.362 Beiträge

Hallo Hubert,

Sind die Küken, die im Ei absterben, normal entwickelt?
Das Problem kann die Eierschale sein, die die Jungen nicht durchbrechen können. Hatte dieses Jahr schon mehrfach gehört, das nicht wenige Züchter damit zu tun hatten. Befruchtung gut, aber Küken sterben im Ei. Die Jungen bemühen sich, die -zu harte- Schale zu durchbrechen, bis sie dann schließlich ersticken. Ursache für die harte Eierschale soll die geringe Luftfeuchtigkeit gewesen sein, auf Grund des trockenen Wetters.

Wenn Deine Küken, die den Schlupf nicht schaffen, voll entwickelt sind, könnte es bei Dir auch daran gelegen haben. Die Eierschale bietet so viel Widerstand, dass die Küken sie mit ihrem Eizahn nicht durchstoßen können.
Deshalb sollte man immer darauf achten, besonders wenn trockenes Wetter ist, dass die Tauben ausreichend Bademöglichkeit haben. Ich kenne Züchter, die die Eier am 16./ 17. Bruttag bei trockener Wetterlage kurz in lauwarmes Wasser tauchen. Soll helfen, habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.

Gruß Mardy


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#9

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 15.06.2013 10:01
von Mardy | Bild der Woche | 1.362 Beiträge

Hallo,

Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass ich persönlich das mit dem Eintauchen in Wasser nicht so gut finde, denn die Küken drehen sich ja für den Schlupf im Ei und bringen ihren Schnabel in die Luftblase, um dann atmen zu können. Wenn man sich nicht genau merkt, wie das Ei gelegen hat und was oben und unten war, kann man den Schlupf stören. Und Eintauchen finde ich auch aus einem anderen Grund nicht so gut, denn wenn das Ei schon ein winziges Loch hat, was man übersieht, kann eventuell Wasser in das Ei eindringen.

Ich hatte mir für mich überlegt, wenn mal eine Trockenperiode mit geringer Luftfeuchtigkeit herrscht und meine brütenden Tauben wollen vor dem Schlupf partout nicht baden, dann würde ich das Gelege einfach nur ganz kurz mit warmem Wasser einsprühen (mit dem Sprühnebel einer Blumenspritze z. B.), vielleicht an 2 oder 3 Tagen, das fände ich sicherer.
Aber am einfachsten ist das Baden kurz vor dem Wechsel, dann geht das entsprechende Elternteil mit noch leicht feuchtem Gefieder auf das Gelege, das ist perfekt.......


Gruß Mardy

(P.S. Hühnerzüchtern, die mit Brutmaschinen arbeiten, wissen aber auch, das zu hohe Feuchtigkeit den Schlupf behindern kann....)


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#10

RE: Schlupftag = Todestag

in
Tierarzt Online Sprechstunde mit dem TA Maik Löffler 16.06.2013 11:10
von M.Klitsch | 3 x Bild der Woche | 2.701 Beiträge

Zur Fragestellung:
Jeder TA hat seine eigene Untersuchungstechnik, zumindest sind meine Methoden alles Marke Eigenentwicklung, so werden einige häufige Fehler selbst bei einfachen Kotuntersuchungen verhindert. Alles ist auf Praxisbezogenheit ausgelegt, nicht auf zeitraubende umfängliche Beschreibungen der Sachverhalte. Die Züchter wollen wissen, was hab ich für Probleme in der Zucht, was muß ich dagegen tun.
Auch jahrelange Impfungen schützen natürlich nur gegen die entsprechenden Erregerspektren, diese können sich in den Beständen aber ändern. Bei viel Pech kann ein Erreger (zum Beispiel Salmonellen), ewig und drei Tage im Bestand vorhanden sein, die Alttiere zeigen kaum Symptome, die Jungen schlüpfen aber kaum oder zeigen Fensterpicken. In solch einen Fall muß vor den Impfungen saniert werden, da sonst eine Schutzimpfung nicht greift.
Auch ist die Frage der Impftechnik, des Umganges mit Impfstoffen, die Wahl des richtigen Impfstoffes wichtig. Untersuchungen von ungeschlüpften Küken aus dem Dottersack, Ei Inhalt bei abgestorbenen usw. mit entsprechenden Techniken helfen i.d.R. weiter. Allerdings ist die Diagnose ein Teil. Dummerweise wird in den letzten Jahren zu viel Brimborium auf neue Erregernachweise gelegt, die Anfertigung von Antibiogrammen von den Problemkeimen (oft werden diese von Begleitkeimen angefertigt) ist aber entscheidend. Dann kann ein auf diesen Bestand zusammengeschnittenes Regime Anwendung finden, hier aber nicht viel hilft viel, sondern eine Zusammenarbeit mit dem körpereigenen Immunsystem ist zu beachten. Noch viele Seiten kann zum Thema geschrieben werden…….
Allerdings sind nicht alles Salmonellen, in letzter Zeit treten allerhand Keime auf, welche so nie im Focus standen. Zu nennen sind Giardien, Cryptosporidien usw., bei diesen ändert sich aber in der Regel auch die Kotqualität bzw. der Stallgeruch.
Die beschriebenen Symptome können aber auch schlichtweg auf schlechte FUMI Qualität rückführbar sein. Überjährige Saaten (Schimmelpilzbefall, Nährstoffverlust, Voratsschädlinge), zu viel Eiweiß im Futter (hoher Leguminosenanteil), ins Futter eingemischte Pellets, welche sehr schnell an Qualität verlieren, diese sind hydrophob, d.h. ziehen umgebende Feuchtigkeit an (je nach Festigkeit und Oberfläche der Pellets mehr oder weniger), können somit schnell Schimmelpilzwachstum begünstigen.
Auch zu nennen ist Erbhygiene. Bei manchen Rassen wird die Selektion auf Vitalität, Brutverhalten, Schlupffestigkeit seit vielen Jahrzehnten vernachlässigt. Da braucht es schon einmal gar keinen Erreger. Diese Phänomene treten häufiger auf, auch sprunghaft, als angenommen wird. Vor allem in Hochzuchtbeständen mit hohen Inzuchtkoeffizienten ist dies beobachtbar, aber nicht zwingend. Auch jahrelange Ammenzucht begünstigt Probleme.

Zusammengefaßt:

• Krankheitserreger, gegebenenfalls Nachweismethode ändern – systematisches Vorgehen
• Erbhygiene, Zuchtbuchaufzeichnungen verfolgen, Brut- und Schlupfverhalten dabei berücksichtigen
• Versorgung optimieren, der Embryo braucht viel Energie zum Schlupf, eventuell Stressoren verringern – Lüftung, UV-A Strahlung, auf über 200 Hz getaktetes Licht (elektronische Vorschaltgeräte), Lichttag optimieren, Nester auf der besten Seite des Schlages anbringen, dieses Jahr gab es witterungsseitig viele Beeinträchtigungen
• Futterqualität überprüfen lassen, die Händler stellen die Körner ja auch nicht selber her, kleine Körner sind effektiver zu verdauen als „Kälberzähne“.
Ich weiß, das hilft auch nicht direkt, aber genaueres kann ich auch nur nach eigenen Untersuchungen zum betreffenden Bestand sagen.
Hoffe einige Anregungen gegeben zu haben, schönes Zuchtjahr noch!

Mit Züchtergruß
Maik Löffler


Mit freundlichen Grüßen, M.Klitsch

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